Tagblatt Online, 21. Juni 2012 07:36:00
«Globaler Marsch» für eine andere Weltwirtschaft
Demonstration für einen radikalen Umbau der Weltwirtschaft in Rio de Janeiro. (Bild: Reuters)
Mit Trommeln, Spruchbändern und Flaggen haben Tausende von Aktivisten am Mittwoch im Zentrum von Rio de Janeiro für einen radikalen Umbau der Weltwirtschaft demonstriert. Sie wollten ein Zeichen setzen zur Rettung der Erde.
(sda/afp)
Mit Trommeln, Spruchbändern und Flaggen haben Tausende von Aktivisten am Mittwoch im Zentrum von Rio de Janeiro für einen radikalen Umbau der Weltwirtschaft demonstriert. Sie wollten ein Zeichen setzen zur Rettung der Erde.
Am Rande des Uno-Gipfels Rio+20, der am selben Tag in der brasilianischen Metropole eröffnet worden war, setzten die Demonstranten mit dem «Globalen Marsch» ein Zeichen zur Rettung des Planeten. An den friedlichen Demonstrationen beteiligten sich Aktivisten jedweder Couleur – Umweltschützer, Arbeiter und Beamte.
«Ich erwarte eigentlich kein konkretes Ergebnis», sagte ein argentinischer Ingenieur. Die Agenda des Gipfels im Jahr 1992 sei auch nicht eingehalten worden und die «Verwüstung des Planeten» halte an. Noch bis Freitag beraten in Rio Vertreter aus mehr als 190 Staaten über die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung.
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte am Mittwoch die Weltgemeinschaft eindringlich auf, die Weichen für eine nachhaltige und umweltschonende Entwicklung zu stellen. 20 Jahre nach dem Erdgipfel von Rio seien nur langsam Fortschritte erzielt worden, sagte er zur Eröffnung des Gipfels.
Am Gipfel nehmen über 100 Staats- und Regierungschefs teil. Das Treffen dauert bis Freitag. Vom Entwurf der Abschlusserklärung zeigten sich Umwelt- und Hilfsorganisationen enttäuscht.
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