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Tagblatt Online, 07. August 2012 09:20:00

Arbonia Forster etwas fitter als im Vorjahr

Der als Bauausrüster konzipierte Arbonia-Forster-Konzern (AFG) hat im ersten Semester etwas ertragreicher gearbeitet als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Zoom

Der als Bauausrüster konzipierte Arbonia-Forster-Konzern (AFG) hat im ersten Semester etwas ertragreicher gearbeitet als in der entsprechenden Vorjahresperiode. (Bild: Keystone/Regina Kühne)

Der als Bauausrüster konzipierte Arbonia-Forster-Konzern (AFG) hat noch ein grosses Pensum zur Stärkung der Ertragskraft zu erledigen. Im ersten Semester hat AFG etwas ertragreicher gearbeitet.

Der als Bauausrüster konzipierte Arbonia-Forster-Konzern (AFG) hat im ersten Semester etwas ertragreicher gearbeitet als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die im zurückliegenden Jahr schrittweise erneuerte Konzernführung hat aber noch ein grosses Pensum zur Stärkung der Ertragskraft zu erledigen. Im ersten Halbjahr erfuhren die Anstrengungen der Equipe um den im vergangenen Jahr neu angetretenen CEO Daniel Frutig zudem von den Baumärkten und Wechselkursen her etwas Gegenwind. Dies zeigte sich auch in einem leichten Umsatzrückgang. Bereinigt um Währungseinflüsse und Veränderungen im Konsolidierungskreis, lag der Konzernumsatz des ersten Semesters mit 594 Mio. Fr. um 3,2% unter dem Vorjahreswert. Die tatsächliche Veränderung ist etwas grösser, da durch die Bereinigung des Firmenportefeuilles das Transport- und Logistikgeschäft sowie die englische Aqualux verkauft wurden.

Auf der Stufe des Betriebsgewinns hat sich die Ebit-Marge im Periodenvergleich von 1,7% auf 2,1% verbessert, während der Fortschritt bei der Ebitda-Marge (von 6,5% auf 6,6%) geringfügig war. Beim Blick auf die einzelnen fünf Divisionen zeigen sich weiterhin zwei Segmente mit operativen Verlusten, die allerdings weniger schwer wiegen als im Vorjahr. Die umsatzmässig kleine Division Oberflächentechnologie hat sich bei der Ebit-Marge von –11,5% auf –5,5% verbessert, das gewichtigere Segment Küchen/Kühltechnik (Semesterumsatz 120 Mio. Fr.) von –4,9% auf –2,1%. Im Küchengeschäft zeigt die Zusammenlegung der drei Marken Forster, Piatti und Warendorf laut den Angaben erste Erfolge, und es wird betont, dass die Umstrukturierung und Steigerung der bisher niedrigen Produktivität plangemäss vorankomme. Der Preisdruck in dem von ausländischen Konkurrenten bedrängten Markt bleibt indessen hoch, zumal die Währungsrelationen das Importieren eher begünstigen als das Exportieren.

In starkem Kontrast dazu seht die grösste Division Heiztechnik/Sanitär (Semesterumsatz 219 Mio. Fr.), die die ertragsstärkste Einheit darstellt und ihre Ebit-Marge zudem verbessern konnte (von 6,7% auf 8,4%). Diese Division hat neben einem organischen Umsatzrückgang (–3,5%) auch eine Schrumpfung durch den Weggang der Aqualux erfahren. Von der neuen Struktur verspricht man sich in diesem auch auf den Export ausgerichteten Segment unter anderem eine klarere Marktbearbeitung.

Weniger günstig entwickelte sich die Division Fenster/Türen (Semesterumsatz 159 Mio. Fr.), deren Ebit-Marge von 5,2% auf 3,9% zurückging. Die Konzernführung führt dies vor allem auf das schlechte Wetter im ersten Teil des Jahres zurück, das auf vielen Baustellen zu Verzögerungen führte und entsprechend auch die Ausrüster betraf. Übers Ganze gesehen zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich, dass die eingeleiteten Massnahmen zur Bereinigung und Effizienzsteigerung ihre Wirkungen zeigen werden und dass der Umsatzrückstand des ersten Halbjahres im zweiten Semester zumindest teilweise aufgeholt werden kann.




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