Tagblatt Online, 26. April 2012 13:35:00
Wutbürger Gingrich gibt (endlich) auf
Thomas J. Spang
Endlich merkt es auch Newt Gingrich. Die Zeit des Wutbürgers ist abgelaufen. Heute (Do) wollte der Kandidat dies bei einer Pressekonferenz in Washington offiziell eingestehen und Mitt Romney unterstützen. Eine schmerzhafte Schlappe gegen einen Widersacher, für den Newt im Wahlkampf keinerlei Sympathien gezeigt hat
“Wir sind realistisch über unsere Chancen,” erklärt Gingrich, der am Dienstag in allen fünf Bundesstaaten mit republikanischen Vorwahlen deutlich unterlag. “Wir denken darüber nach, wie wir dem Land am besten dienen können”.
Romney wird er damit nicht mehr beeindrucken. Warum auch? Hatte Gingrich doch kürzlich noch versprochen bis zum bitteren Ende im Rennen zu bleiben, um den Konservativen in der Partei eine Alternative zu dem Wendehals aus Massachusetts anbieten zu können.
Newt verpasste den Zeitpunkt ebenso wie Svorher schon antorum, für sich mit einem würdigen Ausstieg politisch noch etwas herausholen zu können. Der Rückzug des Wutbürgers ist kein Verlust.
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