Tagblatt Online, 07. Juni 2012 05:54:00
Spenden-Gala für Romney unter Hitler-Gemälden
Thomas J. Spang
(Bild: )
Mitt Romneys Plutokraten-Freunde sind schon merkwürdige Vögel. Da ist zum Beispiel der texanische Bau-Löwe Harlan Crow aus Dallas, der für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten in seinem Privathaus in der vornehmen Highland-Park Nachbarschaft zur Spenden-Gala einlud. Kommen durfte wer selber mindestens einen Scheck über 50.000 Dollar für den Republikaner schrieb. Oder von anderen zusammen mehr als 200.000 US-Dollar einsammelte.

Dafür bekommen die Gäste Mr. Crow richtig was geboten.
Der Sammler öffnet für den Romney-Benefiz seine Privat-Bibliothek, die laut Dallas News locker mit der eines kleineren Colleges konkurrieren kann. In den Glasvitrinen stellt der Texaner Original-Schriftstücke von Thomas Jefferson und Winston Churchill aus. Der republikanische Großsponsor besitzt auch eine handsignierte Kopie von Hitlers “Mein Kampf”.
Überhaupt hat er eine merkwürdige Vorliebe für alle möglichen Verbrecher der Menschheits-Geschichte. In seinem Garten können Besucher an Büsten von Tyrannen wie Stalin, Fidel Castro und einer Reihe anderer Bösewichter vorbeigehen.
Der besondere Clou bei Romneys 50-Tausend Dollar Spenden-Gala?
In dem Raum hingen neben Gemälden von Dwight D. Eisenhower und Winston Churchill zwei Original-Stadtansichten, die der “große Diktator” persönlich zur Leinwand gebracht hatte.
Tafeln unter Hitler-Bildern – für Kandidat Romney kein Problem.
Man stelle sich nur für einen Moment vor, was die amerikanische Rechte im umgekehrten Fall mit Präsident Barack Obama gemacht hätte?
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