Steckborn. Das renovierte Foyer neben dem alten Steckborner Wahrzeichen im Turmhof-Areal war seit 2007 Freitagabend für Freitagabend ein kulinarischer Geheimtip. Hier servierte das Heilpraktiker-Ehepaar Oliver und Nadine Nuaguy Schnecken, Tartare aus Biofleisch oder einfach Spaghetti. Ihre Speisen würzten sie mit Himalaja-Salz und Herzblut. Die Atmosphäre im alten Gemäuer war die einer Gefühlsoase.
Damit ist jetzt Schluss. «Freitag im Foyer war gestern», teilen die Fruthwiler Caterer mit. Sie eröffneten eine Sushi-Bar im «Raumkult» in Kreuzlingen. In Steckborn habe es wegen angeblicher Lärmbelästigung Schwierigkeiten mit Nachbarn gegeben. Zudem komme irgendwann der Baubeginn.
Überrascht vom Rückzug der Wirte ist Alex Bänninger, der für die Stiftung Turmhof den Bereich Kultur, Fundraising und Öffentlichkeit leitet. «Wir haben uns den Übergang zur Bauphase fugenloser vorgestellt. » Jedenfalls sei noch im November abgemacht worden, dass das Foyer bis zuletzt wie gewohnt weitergeführt werde. Jetzt gehe man aber zurück zur Ursprungsformel und führe es in Eigenregie als einfaches Bistro jeden Freitag von 17 bis 19 Uhr. Das Startdatum sei noch offen.
Abwechselnd werde ein Mitglied des Stiftungsrats, des Geschäftsleitenden Ausschusses und der Planungsgruppe den Gastgeber spielen und sich, wenn er wolle, von einer interessanten Thurgauer Persönlichkeit unterstützen lassen.
Keine grossen Veränderungen sind derweil beim Geldsammeln für das Bauprojekt zu verzeichnen. Nach wie vor fehlen gemäss Bänninger 3 Millionen Franken. Zurzeit sei man mit dem Kanton für einen namhaften Beitrag aus dem Lotteriefonds in Verhandlung. Spreche er den Betrag, werde das Baugesuch eingereicht.
Ein ganz anderes Feld sind die juristischen Querelen um die Person der Turmhof-Gönnerin. Hier ist nach wie vor ein Verfahren gegen die städtische Amtsvormundschaft im Gang.
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