Tagblatt Online, 28. April 2012 20:54:00
Der FC St.Gallen verärgert seine Fans weiter
Zog sich in mehreren Szenen den Unmut der Fans zu: Spielmacher Oscar Scarione. (Bild: Ralph Ribi)
FUSSBALL. Der FC St.Gallen kommt im Heimspiel gegen Winterthur nicht über ein 1:1 hinaus. In der ersten Halbzeit zeigte das Team eine Leistung, die eines Aufstiegsanwärters unwürdig war.
Daniel Walt
Revanche für die bittere Cupniederlage vom März und drei weitere Punkte für das eigene Nervenkostüm im Kampf um den Aufstieg: Das waren die Ziele des FC St.Gallen im Heimspiel gegen Winterthur. Trainer Jeff Saibene setzte auf die Flügelzange Alberto Regazzoni – Kristian Nushi.Scarione fehlerhaft
In der ersten Halbzeit verlief die Partie alles andere als nach dem Gusto des Heimteams und seiner Anhänger. Zunächst war das Spiel vor 12'316 Zuschauern geprägt von vielen Fehlzuspielen – und nach zehn Minuten lagen die St.Galler gar im Rückstand. Osmani hatte Pa Modou auf der rechten Angriffsseite der Winterthurer vernascht, und seine Hereingabe lenkte Philippe Montandon ins eigene Tor ab. Dem Heimteam gelang es vorerst nicht, den Gegner zu dominieren – und die Winterthurer blieben insbesondere über rechts gefährlich. So setzte es vom Heimpublikum wiederholt gellende Pfiffe ab, und zwar insbesondere für die ungenügende Verteidigungsarbeit des FCSG sowie Spielmacher Oscar Scarione, dem erneut vieles misslang. Erst nachdem Jeff Saibene Manuel Sutter nach 32 Minuten für den völlig wirkungslosen Regazzoni gebracht hatte, gelang es den St.Gallern zeitweise, die Gäste im eigenen Strafraum einzuschnüren. Zum Ausgleich kamen die St.Galler bis zur Pause aber nicht.
Bilderstrecke: FC St.Gallen - Winterthur
Der FC St.Gallen enttäuscht weiter: Gegen Winterthur erreichte das Team von Jeff Saibene daheim nur ein 1:1. (Bilder: Ralph Ribi)
Steigerung bringt nur noch den Ausgleich
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zogen sich die St.Galler mit diversen misslungenen Aktionen den Unmut des Publikums zu. So musste in der 59. Minute beispielsweise Lopar nach einem Konter der Gäste mit dem Fuss klären – vorangegangen war ein schlecht ausgeführter Freistoss von Scarione in der Platzhälfte der Winterthurer. Mit zunehmender Spieldauer nahm der Druck der St.Galler allerdings beständig zu. Belohnt wurde Jeff Saibenes Team in der 61. Minute, als Manuel Sutter zum viel umjubelten Ausgleich traf. Kurz später hätten die St.Galler beinahe die Führung erzielt, Valentes Abschluss ging aber an den Pfosten. Die Espen hatten das Spiel nun klar im Griff, mussten sich aber trotzdem vor den Kontern der Gäste in Acht nehmen. Nach 70 Minuten hatte Nushi eine Grosschance, der Gästekeeper konnte aber parieren. Nach 85 Minuten setzte Bruno Valente einen Kopfball freistehend über das Gehäuse der Gäste. Und in der Nachspielzeit verpasste Montandon nach einem Freistoss das Tor ebenfalls, sodass es bei der gerechten Punkteteilung blieb: St.Gallen hatte die zweite Halbzeit zwar dominiert, musste aber unter den Pfiffen des Heimpublikums den Rasen verlassen. Der Vorsprung der Espen auf den Barrageplatz ist vier Runden vor Schluss damit auf - nach wie vor komfortable - acht Punkte geschmolzen.
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Kommentare lesen
vesche (29. April 2012, 12:07)
Welche Namen denn?
Welche "bessere" Namen standen denn damals zur Verfügung? Ich bin auch kein Fan von Saibene und finde es auch bedenklich, wenn die Mannschaft wie schon gegen Wil zum Beginn überhaupt nicht parat ist. Aber immer dieses primitive Nachkarten gegen die führenden Personen wenns mal nicht läuft. Und vor so einem Heimpublikum spielen zu müssen, ist auch nicht gerade einfach. Da war ja teilweise sowas von Fremdschämen angesagt. Lieber etwas weniger Zuschauer dafür solche die Ahnung haben und hinter dem Verein stehen, so wie es früher mal war.
Beitrag kommentierenunbekannt (29. April 2012, 09:52)
auf.............
.......wiedersehen, nächste saison in der challenge ligue - holt doch nochmal zwei, drei luxemburgerli und vielleicht obendrauf einen zweiten ösi -
Beitrag kommentierenHansheiri (29. April 2012, 11:00)
..richtig erkannt
Das kommt davon, wenn ein gescheiterter EX-FCSG Trainer als Sportchef geholt wird, der seinerseits einen unfähigen Kumpel aus gemeinsamer Thunerzeit als Trainer holt, obwohl fähige Trainer zu haben gewesen wären. Dass man mit solchen Nieten noch vorzeitig verlängert, ist bedenklich. Die Region hätte besseres verdient, aber den Verantwortlichen, die ihr Geld jetzt zum Fenster hinausgeworfen haben, mag man keine Träne nachweinen. Sie wollten offenbar den Misserfolg und haben wenigstens das erreicht.
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