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Tagblatt Online, 14. Mai 2012 11:22:00

«Der Aufstieg darf diesmal kein Intermezzo sein»

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Die Freude nach dem Aufstieg ist nicht nur bei den Spielern des FC St.Gallen gross. (Bild: Keystone)

FUSSBALL. Der FC St.Gallen spielt in der nächsten Saison wieder in der Super League. Die Schweizer Presse freut sich bereits auf das Ostschweizer Team. Es gibt aber auch kritische Töne. Eine Presseschau.

20 Min:
Der FC St.Gallen ist wieder dort, wohin er gehört: in der Super League.

Blick:
St.Gallen ist für eine Liga, die zuletzt von Pleiten, Pech und Pannen geplagt war, ein Hoffnungsträger. Von Glücksrittern, Scharlatanen und Geldwäschern haben wir die Schnauze voll. [...] Darum darf der Aufstieg von St.Gallen diesmal kein Intermezzo sein. Die Super League braucht diesen Klub als stabilisierenden Faktor längerfristig.

Neue Luzerner Zeitung:
Der FC St.Gallen «ging am Stock» und vermochte sich dank der Substanz in der Mannschaft dennoch über die Ziellinie zu retten.

az:
Spielerisch überzeugend trat der FC St.Gallen selten auf. Aber vorsichtig, realistisch und bis zur Schwäche auf der Schlussgeraden kompakt und meist stabil. Für die grosse Kür fehlten die Inspiration und trotz der Breite des Kaders die Klasse.

SF:
Gespannt wird man in der Ostschweiz verfolgen, wie Sportchef Heinz Peischl und Trainer Jeff Saibene den FC St.Gallen für die Super League fit machen. Mit Marco Mathys vom FC Biel und Igor Tadic, dem Topskorer des SC Kriens, hat St.Gallen schon in der Winterpause zwei viel versprechende Transfers getätigt. Das alleine wird allerdings kaum reichen, damit der Meister von 2000 auch in der höchsten Schweizer Liga ernsthaft mitreden kann.

NZZ:
Der FC St.Gallen hat das Ziel erreicht, das der Präsident Dölf Früh wenige Tage nach dem Abstieg im Mai 2011 bekanntgegeben hat. [...] Das Loch in der Kasse, das trotz einem Durchschnitt von 10'500 Zuschauern pro Spiel entsteht, ist offenbar einkalkuliert und soll im Gegensatz zu früheren Zeiten zu keinen finanziellen Problemen führen. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass solche Rechnungen aufgehen. Im FC St.Gallen ist dies für einmal der Fall.

Der Landbote:
Der FC St. Gallen kann also zwei Runden vor Saisonschluss und ohne langes Zittern unter Jeff Saibene den selben Erfolg feiern wie vor drei Jahren unter Uli Forte: Die Korrektur des schmerzlichen Abstiegs nach nur einem Jahr. Das wird auch alle Klubs aus der Super League freuen, die wie die ganze Fussballschweiz der Meinung sei, der älteste Verein im Lande gehöre nicht zuletzt wegen seines Zuschauerpotenzials in die höchste Liga.

(Zusammenstellung: rr)


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