Tagblatt Online, 04. Juli 2012 20:49:00
Federer souverän in den Halbfinals
Roger Federer setzt sich problemlos gegen Juschni durch und erreicht die Halbfinals. (Bild: Reuters)
Roger Federer hat in Wimbledon die Halbfinals erreicht. Er bezwang den Russen Michail Juschni deutlich in drei Sätzen. Nun wartet Novak Djokovic.
(si.)
Roger Federers Rückenprobleme sind in Wimbledon kein Thema mehr. Der Weltranglisten-Dritte gewann den Viertelfinal gegen Michail Juschni im Schnellzugstempo mit 6:1, 6:2, 6:2. In den Halbfinals trifft der Baselbieter auf Novak Djokovic, der auf Court Nr. 1 den Deutschen Florian Mayer 6:4, 6:1, 6:4 bezwang. Auch der Franzose Jo-Wilfried Tsonga und der Schotte Andy Murray stehen in den Halbfinals. Der Franzose schlug am Mittwochabend den Deutschen Philipp Kohlschreiber 7:6, 4:6, 7:6, 6:2, Murray den Spanier David Ferrer in einem engen Match 6:7, 7:6, 6:4, 7:6.
Federer machte mit Juschni ebenso kurzen Prozess wie in den ersten beiden Runden mit Albert Ramos (6:1, 6:1, 6:1) und Fabio Fognini (6:1, 6:3, 6:2). Der Russe, der übernächste Woche in Gstaad aufspielen wird, hatte nicht den Hauch einer Chance: In allen drei Sätzen brachte Juschni schon sein erstes Aufschlagspiel nicht durch.
Bilderstrecke: Federer in Wimbledon – ein Blick zurück
Roger Federer gewinnt am 8. Juli 2012 gegen den Schotten Andy Murray zum siebenten Mal Wimbledon. Der Basler ist wieder die Nummer eins der Weltrangliste.
Bezeichnend für den Verlauf der Partie war die Szene nach gut einer Stunde, als Michail Juschni beim Stand von 1:6, 2:6, 0:2 die Royal Box um Rat fragte. In der königlichen Loge sassen am Viertelfinaltag Prinz William mit seiner Kate (Duchess von Cambridge), aber auch acht Wimbledonsieger, nebst anderen Rod Laver, Andre Agassi und Steffi Graf.
Was Juschni aus der Royal Box zu hören bekam, schien ihm für einen kurzen Moment zu helfen. Das nächste Aufschlagspiel gewann Juschni zu Null, und im folgenden Game erspielte er sich seine einzigen zwei Breakmöglichkeiten. Federer wehrte diese aber ab, zog weiter davon und beendete nach 92 Minuten mit dem vierten Matchball, den ersten bei eigenem Aufschlag, die Partie.
Der souveräne Auftritt gegen Juschni dürfte Federer bitternötiges Selbstvertrauen verleihen für den Halbfinal vom Freitag. Djokovic, der Wimbledonsieger von 2011, hat gegen Federer sechs der letzten sieben Spiele gewonnen, an Grand-Slam-Turnieren vier der letzten fünf.
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