Tagblatt Online, 21. April 2012 20:18:00
FC Luzern von Servette nicht gefordert
Titel-Entscheidung zu Gunsten des souveränen Leaders Basel vertagt
Der Luzerner Xavier Hochstrasser (r.) vermag sich gegen diese Genfer Übermacht nicht durchzusetzen. (Bild: Keystone / Flüeler)
Weil der FC Luzern das Heimspiel gegen Servette 3:1 gewonnen hat, reicht Basel in Sitten auch ein Sieg (noch) nicht zur vorzeitigen Titelverteidigung. Im 2. Match der 30. Runde kamen die Grasshoppers im ersten Spiel unter Coach Uli Forte in Thun zu einem torlosen Remis.
(si)
Die Luzerner erzielten ihre ersten beiden Treffer innerhalb von fünf Minuten. Xavier Hochstrasser schoss nach 25 Minuten das 1:0 vom Elfmeterpunkt, nachdem Adrian Winter im Strafraum gestürzt war. Schiedsrichter Hänni hatte ein Foul von Vincent Rüfli gesehen. Wenig später traf der Albaner Jahmir Hyka nach einer schönen Einzelaktion mit einem Schuss von der Strafraumgrenze.
Eine Reaktion von Servette blieb lange aus. Die Gäste spielten zu fehlerhaft, wenn sie denn einmal den Ball in ihren Besitz gebracht hatten. Erst nach einer guten Stunde und kurz nachdem Rüfli seine zweite gelbe Karte gesehen hatte, sorgte Ishmael Yartey wieder für Spannung. Er nutzte eine Unkonzentriertheit der Luzerner Verteidigung zum Anschlusstreffer aus.
Zu mehr reichte es Servette nicht. Im Gegenteil: Das Schlusswort gehörte verdientermassen dem FC Luzern durch das 3:1 von Moshe Ohayon. Im letzten Dezember hatte Luzern das Heimspiel gegen Servette noch verloren. Es war die bisher letzte Niederlage des Cup-Finalisten vor eigenem Anhang.
Basler Meisterfeier nur vertagt
Für den souveränen Leader FC Basel, der am Sonntag in Sitten spielt, war der Luzerner Sieg insofern von Bedeutung, als er nun weiss, dass er an diesem Wochenende noch keine Meisterfeier organisieren kann. Sollten die Basler im Wallis siegen, liegen sie zwar 16 Punkte vor dem FCL, der nur noch fünf Meisterschaftsspiele absolvieren wird.
Doch die Innerschweizer könnten vom Sportgerichtshof TAS noch zwei Punkte zugesprochen bekommen, falls die Hinspiel-Partien gegen Sitten forfait gewertet werden. Eine Eventualität, die Basel berücksichtigt.
Ein Punkt an Forte beim Debüt als GC-Coach
Uli Forte eroberte bei seinem Debüt als Trainer der Grasshoppers einen Punkt in Thun. Die beiden Team trennen sich 0:0. Es war über weite Strecken eine enttäuschende Partie mit wenig Torszenen, die die gut 5000 Zuschauer in der Arena Thun zu sehen bekamen. Auch unter Forte ist GC nicht zu einer Angriffsmaschine mutiert. Die Zürcher taten sich im Berner Oberland schwer, sich zu Torchancen zu kombinieren.
Nach einer guten Viertelstunde kam Toko aus vielversprechender Position zum Abschluss. Sein Schuss aus der Drehung landete aber nur auf dem Tor. Die beste Möglichkeit der Grasshoppers hatte aber Davide Callà mit einem Weitschuss (71.).
Der FC Thun, der gute Chancen hat, in den Europacup einzuziehen, war vor allem im gegnerischen Strafraum zu wenig zwingend. Marco Schneuwly setzte sich einige Male stark durch, liess im Abschluss aber die nötige Präzision vermissen.
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