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Tagblatt Online, 13. Juli 2012 22:15:00

Erfolgserlebnis Basels beim Servette FC

1:0-Sieg des Meisters zum Saisonbeginn

Der Genfer Christopher Routis (l.) wird vom Basler Marco Streller überlaufen. Zoom

Der Genfer Christopher Routis (l.) wird vom Basler Marco Streller überlaufen. (Bild: Keystone / Trezzini)

Mit minimalem Aufwand zum maximalen Ertrag. Der Schweizer Meister FC Basel gewinnt in Genf gegen Servette 1:0, David Degen gefällt als Torschütze und als vifes Element.

Bernhard Brunner, Genf

Die Saison beginnt früh, zu früh wohl in diesem Land. Auch wenn die Involvierten der Swiss Football League gegen diese allgemeine Einschätzung Argumente suchen und fragwürdige auch finden. Die Szenerie im Stade de Genève zum Auftakt dokumentiert dann, was es heisst (zu) früh anzufangen. Die Transfer-Fenster sind noch sperrangelweit geöffnet, so dass die Formationen der Equipen noch keine Festigkeit in sich tragen können.

Beim FC Basel durfte der Spielmacher Diaz wegen einer fünften gelben Karte aus dem letzten Meisterschaftsspiel in seiner Heimat Chile nicht mitmachen und hätte wohl auch sonst nicht gespielt, und auch für den zweiten prominenten Neuzugang, den argentinischen Innenverteidiger Sauro, kam der Saisonauftakt nach zu kurzer Vorbereitungszeit Tage oder Wochen zu früh.

Zum richtigen Zeitpunkt im Einsatz

Aber man kann das vorzeitige Spielen auch anders sehen – so wie das die Verantwortlichen wohl beurteilen müssen, beispielsweise Basels Trainer Heiko Vogel. Er will nichts wissen von einer «Anlaufzeit» und sieht seine 27 Kaderspieler sowieso als Einheit, die rotierend auf den Positionen die Saison absolviert. Es fangen einige an, und andere hören dann auf. Höchstwahrscheinlich. 33 Spiele könnten es im optimalen Fall für die Basler schon bis Weihnachten werden. Also werden die verschiedenen Kräfte dosiert und bestenfalls zum jeweils richtigen Zeitpunkt zum Einsatz gebracht.

«Mehr Geschwindigkeit» habe die neue Ausgabe des FC Basel 2012/13, das sei eine Qualität, die im modernen Fussball «den Gegner stresst», sagt Vogel. Viel Stress mussten die Genfer vorerst nicht verarbeiten. Die Basler spielten sich nur langsam in Positionen, die für den Gegner Gefahr bedeuteten. Einmal aber, nach knapp einer Stunde, klappte erstmals eine Kombination mit zwingendem Charakter.

Schön herausgespieltes Tor David Degens

Basels Captain Marco Streller legte in einem spitzen Winkel wunderschön auf David Degen auf, der zum 1:0 traf. Der Rest war Verwalten mit einer Konterchance Alex Freis, der die Entscheidung verpasste (84.), und einer Rettungstat des Verteidigers Steinhöfer, der knapp vor der Torlinie vor dem anstürmenden Genfer Karanovic befreite (87.) Seine Aktion wurde von seinen Mitspielern fast wie ein Torerfolg gefeiert. Kein Tor kassieren macht manchmal so viel Freude wie eines schiessen. Manchmal.

Servette - FC Basel 0:1 (0:0)

Stade de Genève. - 8132 Zuschauer. - Schiedsrichter: Kever. - Tor: 59. David Degen (Streller) 0:1.

Servette: Gonzales; Routis, Schneider, Mfuyi, Moubandje; Pizzinat, Kouassi (81. Gissi); Tréand, Pasche (59. De Azevedo), Lang (66. Moutinho); Karanovic.

Basel: Sommer; Steinhöfer, Kovac, Dragovic, Park; Cabral; David Degen (77. Zoua), Yapi (94. Grether), Stocker (85. Philipp Degen); Frei, Streller.

Bemerkungen: 67. Tor von David Degen wegen Offside nicht anerkannt. Servette ohne Ruefli (gesperrt), Baumann, Diallo, Esteban, Kusunga, Schlauri, Basel ohne Diaz, Salah, Jevtic, Ajeti (alle verletzt), Fabian Frei und Schär (Olympia-Team). Verwarnungen: 55. Steinhöfer (Foul). 57. Lang (Foul). 81. De Azevedo (Foul). 94. Philipp Degen (Spielverzögerung).




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