Tagblatt Online, 08. Mai 2012 17:58:08
Der Servette FC vor der Rettung
Präsident Hugh Quennec findet Investoren
Servettes Präsident Hugh Quennec ist guten Mutes (Bild: Keystone)
Der hochverschuldete Fussballklub Servette habe das Geld beisammen, um den drohenden Konkurs zu verhindern. Dies sagte der Präsident Hugh Quennec gegenüber der Genfer Zeitung «Tribune de Genève». Die Namen der Investoren verriet Quennec allerdings nicht.
Der kanadische Geschäftsmann Hugh Quennec sagte einzig, es seien Geldgeber mit Bezug zum Genfer Finanzplatz. Ihnen sei es gelungen, dass die Schulden, die Ende April noch 3,6 Millionen Franken betrugen, abgebaut werden konnten. «Dieses Loch haben wir gestopft», sagte Quennec. Sein Vorgänger, der Iraner Majid Pishyar, hatte den Klub Anfang März mit Verpflichtungen in der Höhe von rund acht Millionen Franken zurückgelassen.
Anfang nächster Woche entscheidet die für den Fall zuständige Richterin Fabienne Geisinger, ob der Sanierungsplan Aussicht auf Erfolg hat und die Überschuldung beseitigt werden kann. Ist sie jedoch gegenteiliger Ansicht, wird sie den Konkurs über den Fussballklub verhängen.
Selbst wenn die Justiz Servette grünes Licht gibt, bleibt die Gefahr eines Abstiegs. In erster Instanz wurde dem 17-fachen Meister die Lizenz für die Super League nicht erteilt. Am 25. Mai informiert die Liga, wer die Lizenz in zweiter Instanz erhält. «Wir planen mit einem ausgeglichenen Budget», sagt Quennec. Über die Höhe schweigt er sich aus. Gemäss «Tribune de Genève» geht der Klub von einem Budget in der Höhe von neun Millionen Franken aus.
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