Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 30. April 2012 19:45:00

«Das Projekt wurde zu früh gestoppt»

Entlassener YB-Coach Gross selbstkritisch

Am Schluss hatte Ex-YB-Coach Christian Gross nicht mehr viele Verbündete in Bern. Zoom

Am Schluss hatte Ex-YB-Coach Christian Gross nicht mehr viele Verbündete in Bern. (Bild: Keystone/Lehmann)

Rund 24 Stunden nach seiner Entlassung bei YB hat sich Christian Gross in Bern den Medien präsentiert. Der Zürcher nahm Stellung zu seinem Scheitern. Christian Gross erfuhr am Sonntagabend im Stade de Suisse von seiner Entlassung.

Agenturmeldung von SI

Rund 24 Stunden nach seiner Entlassung bei YB hat sich Christian Gross in Bern den Medien präsentiert. Der Zürcher nahm Stellung zu seinem Scheitern. Christian Gross erfuhr am Sonntagabend im Stade de Suisse von seiner Entlassung. CEO Ilja Kaenzig und der Technische Direktor Hansruedi Hasler hatten sie ihm mitgeteilt.

«Danach habe ich eine sehr schlechte Nacht verbracht», so Gross. In seiner neu bezogenen Wohnung in Bern-Muri suchte er nicht den Schlaf, sondern die Fehler, die ihn scheitern liessen. Gross gibt zu, Fehler gemacht zu haben.

Aber vor allem ist er enttäuscht, dass er nicht mehr Zeit erhielt, um sein Projekt in Bern weiterzuführen, denn «die Leute wussten, dass ich ein Mann bin, der längerfristig plant».

Gross wurde bei YB vor knapp einem Jahr als Titeltrainer und Erfolgsgarant vorgestellt. Mit ihm wollte YB die Phase 3 starten, die Phase der Titelgewinne. Logisch, dass die Entlassung nach nur zehn Monaten nicht spurlos am Zürcher vorbeigeht. «Ich bin enttäuscht. Sehr enttäuscht sogar. Meiner Meinung nach wurde das Projekt zu früh gestoppt», sagte Gross.

«Es ist mir nicht gelungen, bei YB eine absolute Winner-Mentalität einzupflanzen. Zudem haben wir im Herbst gerade in den Heimspielen auf dem Kunstrasen vielleicht zu offensiv gespielt. Aber ob das ein Fehler war? Ich liess den Fussball spielen, der mir entspricht. Ich bin ein mutiger, offensiver Mensch.»

Gross übte sich nicht nur in Selbstkritik, sondern nahm auch sein ehemaliges Personal in die Verantwortung: «Viele Leistungsträger haben ihre Führungsrolle nicht so interpretiert, wie ich mir das wünschte.»

Um seine Zukunft als Trainer macht sich Gross keine allzu grossen Sorgen. «Ich habe immer bewiesen, dass ich eine Mannschaft aufbauen kann. Bei Tottenham und in Stuttgart gelang es mir, Teams vor dem Abstieg zu retten. Ich kann auch eine Nachwuchsmannschaft trainieren.»




Leser-Kommentare:
1 Beitrag

Kommentar lesen

Christoballo (30. April 2012, 18:14)
Gross zu FCSC

und jetzt ab zum FCSG! Könnte mir vorstellen, dass Gross genau der richtige Trainer für den Aufbau einer starken FCSG-Truppe wäre. Unter Jeff Saibene wurde ja nicht wirklich Fortschritte gemacht. Beim FCSG hat man zu lange durchschnittliches Personal verpflichtet. Winnter-Mentalität würde dem FCSG gut tun. Mehr Selbstvertrauen. Mehr Erfolg

Beitrag kommentieren

Kommentar schreiben

Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung.

(maximal 950 Zeichen)

* Pflichtfeld

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben.

Die Redaktion sichtet die Leserkommentare und schaltet sie frei. Wir behalten uns vor, Beiträge nicht zu publizieren. Am meisten Chancen haben Kommentare, die direkt auf einen Artikel eingehen. Beiträge mit ehrverletzenden, rassistischen oder unsachlichen Äusserungen publizieren wir nicht. Der Korrespondenzweg ist ausgeschlossen.

  • Für registrierte Nutzer

  • Für nicht registrierte Nutzer

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzuschicken.

     
 



Anzeige:

tagblatt.ch / leserbilder

facebook.com / tagblatt

 ...