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Tagblatt Online, 08. August 2012 15:58:00

Politik soll Einwanderung steuern

STADT, ZUERICH, FINANZPLATZ, FINANZEN, Zoom

Hohe Zuwanderungsrate: In Zürich nimmt der «Dichtestress» zu. (Bild: ky/Steffen Schmidt)

ST.GALLEN. Das Unbehagen über das ungebremste Bevölkerungswachstum in der Schweiz steigt. Für den St.Galler Politologen und Demographie-Experten Silvano Moeckli ist das keine Überraschung: «Eine verbaute Schweiz findet niemand attraktiv.»

JÜRG ACKERMANN

80'000 Menschen: Jedes Jahr wächst die Schweiz um die Bevölkerungszahl der Stadt St.Gallen. Damit hat die Schweiz nach Luxemburg die höchste Zuwanderungsrate Europas. Bald wohnen acht Millionen Menschen hier.

Die Schweiz komme nicht darum herum, die Einwanderung wieder politisch zu steuern und sie«nicht weiter den Marktkräften zu überlassen», sagt Moeckli. Nur damit könnten die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen geschont werden.

Auch eine Neuverhandlung der Personenfreizügigkeit mit der EU sei denkbar. Dass dies für die Wirtschaft ein schwerer Rückschlag wäre, glaubt der Politikwissenschafter nicht. «Auch nach dem EWR-Nein malten viele schwarz. Irgendeinen Weg gibt es immer», sagt Moeckli, der sich an der Uni St.Gallen immer wieder mit Fragen der Demographie beschäftigt und einst für die SP im St.Galler Kantonsrat sass.

 

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 9. August.




Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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zombie1969 (09. August 2012, 12:51)
Einwanderung...

ist und bleibt langfristig ein erhebliches Minusgeschäft. Immerhin wird in dieser Frage die Umwelt das letzte Wort sprechen, und das unmissverständlich und ohne Kompromisse.

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