Es ist derzeit nicht der einzige Krankheitsfall in der Nordwestschweiz: Auch Geschwister seien offenbar angesteckt, sagte Schorr mit Verweis auf Arztangaben. Die Familie lebt in einer Solothurner Gemeinde im Leimental unweit von Basel.
Unabhängig von diesem Todesfall weiss Schorr noch von fünf am Keuchhusten erkrankten Primarschülern in Laufen BL. Im Baselbiet gibt es Richtlinien zur Vermeidung von Ansteckungen; diese kommen auch hier zum Tragen.
Schorr ist unter dem Eindruck des Todesfalls zwar "ein wenig schockiert" über das geballte Auftreten der Infektionskrankheiten Grippe, Masern und Keuchhusten. Seine Risikoeinschätzung sei jedoch unverändert: Die Impfung sei sehr empfohlen; sie senke beim Keuchhusten mindestens das Risiko eines schweren Verlaufs.
Keuchhusten ist eine stark ansteckende Infektionskrankheit, die für Kleinkinder lebensgefährlich verlaufen kann. Todesfälle sind in der Schweiz indes sehr selten: Laut Bundesangaben endet eine von tausend Erkrankungen tödlich. Man kann sich impfen, Erkrankte können nicht mit Antibiotika Komplikationen verhindern.
Das Bundesamt für Gesundheit rät dringend zur Impfung schon im Säuglingsalter. Gemäss Schorr erkranken meist Kinder unter sechs Monaten an Keuchhusten. Das BAG empfehle deshalb neu schon ab dem Alter von zwei Monaten zu impfen; bisher waren es drei Monate gewesen. (sda)
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