Tagblatt Online, 30. September 2012 08:17:00
Unterstützung für Schulen im Ausland
Unterricht an der Schweizerschule São Paulo. (Bild: Keystone/Archiv)
Die Schweizer Schulen im Ausland sollen als Teil der Schweizer Präsenz gestärkt werden. Der Bundesrat will deshalb die gesetzlichen Auflagen für diese Schulen lockern. Betroffene Organisationen und Parteien begrüssen das mehrheitlich.
Der Bundesrat will den Schulen eine grössere betriebliche Flexibilität und eine höhere Eigenfinanzierung ermöglichen. So soll den Schulen kein Minimalanteil an Schweizer Schülern mehr vorgeschrieben werden. Die Subventionen sollen sich vielmehr nach der Gesamtschülerzahl richten.
Paradigmenwechsel
Davon verspricht sich der Bund Einsparungen zugunsten neuer Fördermöglichkeiten. Vorgesehen sind zum Beispiel Finanzhilfen für die Gründung neuer Schulen an Standorten, die für die schweizerische Aussenpolitik wichtig sind.
Dass die aussenpolitische Bedeutung der Schweizer Schulen erhöht werden soll, wird in der dieser Tage zu Ende gehenden Vernehmlassung zur Revision des Auslandschweizer-Ausbildungsgesetzes mehrheitlich begrüsst. Der Paradigmenwechsel äussert sich auch im geplanten neuen Titel des Gesetzes: Bundesgesetz über die Präsenz schweizerischer Bildung im Ausland.
Auslandschweizer-Organisation begrüsst Änderungen
Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) begrüsst es "lebhaft", dass der Bund künftig Schulgründungen an aussenpolitisch bedeutsamen Standorten finanziell unterstützen könnte. Die Schulen leisteten einen substanziellen Beitrag zur Imagepflege der Schweiz. Sie seien ein Schaufenster des Bildungsplatzes Schweiz.
Die ASO begrüsst auch den Einbezug der schweizerischen dualen Berufsbildung sowie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Die Schulen seien ideale Plattformen der schweizerischen Präsenz im Ausland.
In weitgehend ähnlichem Sinn äussert sich der Verein educationsuisse, welcher die Interessen der Schweizer Schulen im Ausland vertritt. Die Akzentuierung der aussenpolitischen Bedeutung der Schulen hält er für zwingend.
20 Millionen Franken pro Jahr
Unter den Parteien wird die Gesetzesrevision ebenfalls mehrheitlich begrüsst. Nur die SVP lehnt den Revisionsentwurf ab. Sie stösst sich daran, dass der Fokus neu auf die Präsenz der Schweiz im Ausland gelegt wird. Sie möchte, dass die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizer Zentrum bleibt.
Heute unterstützt der Bund weltweit 18 Schweizerschulen im Ausland mit einem jährlichen Kredit von 20 Millionen Franken; neu steht ein Vierjahres-Rhythmus zur Diskussion.
Die Schweizerschulen sind private Bildungseinrichtungen, die von Schweizer Schulvereinen mit einem ehrenamtlichen Vorstand (Schulkomitee) getragen werden. Mit der Revision setzt der Bundesrat eine Motion der nationalrätlichen Bildungskommission um. (sda)
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adolfk31 (30. September 2012, 14:31)
Schon bemerkt ?
Bis Anhin bestand ein freier Wettbewerb in allen Kantonen hinsichtlich der Schul- Ausbildung ! - Den Unterlagen des Kanton Thurgau wurden dabei besondere Kreativität zugesprochen, daher benützten deren Lehrbücher auch zum Teil die „Deutschen Schule in Seoul (Süd Korea). - Durch das neueste "Giigälä und Trumpeetälä Gesetz“ wurden die Kantone zum ersten Mal deren Unabhängigkeit kastriert. - Erfolgreich haben wir begonnen unsere Freiheit in Hände von unerfahrenen Bundes Beamte ab zu schieben und einen ganz neuen Hort für deren Überwachung ohne jegliche kreativen Gedanken äussern zu können zu delegieren .... Es ist ernsthaft damit zu rechnen, dass damit „ETH“ ähnliche Zustände kreiert werden können gogen ...
Beitrag kommentierenadolfk31 (30. September 2012, 09:00)
Bis Anhin ...
haben diese Schulen hervorragend funktioniert, wozu sollte sich unser Staat daher in diese bestens bewährte Organisation einmischen ? (zwei meiner Töchter haben Ihre Ausbildung erfolgreich in Asien genossen) – Neue Pöschtäli für neue "Götti Buäbä" ? - Offeriert uns Landsleuten in fernen Kontinenten endlich die viel versprochene Teilname an Wahlen mittels E-Mail ! Esst erst die Suppe und darnach den Salat !
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