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Tagblatt Online, 15. August 2012 13:28:00

SVP Kanton Zürich will Asylunterkünfte zentralisieren

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Die SVP-Kantonsrätin Barbara Steinemann vor den Medien. (Bild: Archiv/Keystone)

Im Kanton Zürich sollen sich nicht mehr die einzelnen Gemeinden um Asylbewerber kümmern müssen, sondern der Kanton. Dieser soll auf eigene Kosten zentralisierte Unterkünfte schaffen und führen. Dies schlägt die SVP Kanton Zürich vor.

Entstehen sollen die "sechs bis sieben Zentren irgendwo auf der grünen Wiese", sagte SVP-Kantonsrätin Barbara Steinemann am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Die SVP erwägt, eine entsprechende kantonale Volksinitiative zu lancieren.

"Probleme zentralisieren"
Durch die Unfähigkeit der Behörden müsse der Kanton Zürich mittlerweile 7800 Asylanten verwalten, beherbergen und beaufsichtigen, sagte Steinemann. Insbesondere kleinere Gemeinden seien "am Anschlag".

Die SVP sei sich bewusst, dass diese Zentren keine Problemlösung seien, aber immerhin seien sie eine "Problemzentralisierung". Zudem dürften die Kapazitätseinsparungen gewaltig sein - etwa bei Kinderkrippen, Dolmetscherbeschaffung, Konfliktschlichtung und Überwachung, sagte Steinemann weiter.

Gemäss SVP ist es Zeit, dass der Kanton Zürich mehr Verantwortung übernimmt. Denn der Kanton sei näher an den "asylverwaltenden Schalthebeln" wie dem kantonalen Migrationsamt und dem Bundesamt für Migration als die Gemeinden. Zudem verfüge er auch eher als die Gemeinden über die nötige Infrastruktur oder die entsprechenden Beschaffungsmöglichkeiten.

Druck auf Bundesbern
Laut Alfred Heer, Nationalrat und Präsident der SVP Kanton Zürich, liegt das Grundproblem in der nationalen Asyl- und Ausländerpolitik. Es müssten endlich die Einwanderungszahlen gesenkt und Ausschaffungen schneller realisiert werden, sagte er.

Der Bund müsse "endlich vorwärts machen". Und damit er dies tue, müsse der Kanton Zürich vorstellig werden und Druck auf Bundesbern ausüben. (sda)




Leser-Kommentare:
3 Beiträge

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zombie1969 (16. August 2012, 12:54)
Was...

für Asylbewerber? Die CH ist nach wie vor von sicheren Staaten umgeben. Daher fragt sich, um was für angebliche Asylbewerber es sich hier handeln sollte. Oder hat man sich gar ein unnötiges Problem selber erschaffen um die Milliarden schwere Asylindustrie zu unterhalten auf Kosten des Steuerzahlers.

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deich (16. August 2012, 08:50)
Unsinn

Die SVP - hier Zürich - kommt nicht von ihrem "Kernthema" los, mit dem sie nach wie vor punkten möchte. Auch wenn Frau Steinemann bei 7800 Asylanten im Kanton von "sechs bis sieben Zentren irgendwo auf der grünen Wiese" faselt, so traue ich ihr sogar zu, dass sie nach einer sachbezogeneren Reflexion selbst imstande ist zu erkennen, wie fatal die Konzentration von jeweils über 1000 Menschen unterschiedlicher Herkunft sein könnte, die irgendwo zwischen Bauma und Flaach anzusiedeln wären. Da ist Heer's Spruch: "Endlich vorwärts machen", sogar realistischer, auch wenn der Schrei als längst abgelutscht eingeordnet werden kann.

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adolfk31 (15. August 2012, 16:21)
Aber dazu ...

werden doch weitaus weniger staatlich besoldeter Überwacher beschäftigt werden !! Was machen wir denn mit diesen arbeitslosen amtlich geschulten und versandeten Führungskräften ?

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