Tagblatt Online, 29. April 2012 10:42:00
Starker Wind verursacht Waldbrand
LICHTENSTEIG/BÜHLER. Am späten Samstagnachmittag ist im Gebiet Alp Geisskopf auf einer Fläche von rund einer Hektare ein Waldbrand ausgebrochen. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Nebst rund 100 Angehörigen der Feuerwehren wurde auch ein Löschhelikopter eingesetzt. Auch in einem Wald in Bühler brannte es.
Ein Landwirt verbrannte am Freitag am Waldrand Holzabfälle. Durch den starken Föhn wurden die Glutnester einen Tag später zu einem Feuer entfacht. Dabei geriet der angrenzende Wald in Brand. Die Alp befindet sich auf 1100 Metern über Meer. Die ausgerückten Feuerwehren mussten ins sehr unwegsame Gelände eine eineinhalb Kilometer lange Transportleitung erstellen. Um die 300 Meter Höhendifferenz zu bewältigen, wurden mehrere Motorspritzen und zwei Tanklöschfahrzeuge eingesetzt. Zum Löschen wurde ein Helikopter aufgeboten.Nach rund sechs Stunden war das Feuer soweit gelöscht. Angehörige der Feuerwehr wachten jedoch die ganze Nacht an der Brandstelle, damit der immer noch anhaltende Föhn nicht wieder ein Feuer entfachen konnte. Der Löscheinsatz dürfte mehrere tausend Franken kosten. Der Landwirt wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Glimpflich verlief ein Brand in der Nacht auf Sonntag in einem Wald in Bühler. Um 0.44 Uhr ging in der Notrufzentrale der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden die Meldung ein, dass im Ortsteil Halten eine Baumhütte und der Wald in Brand geraten seien. Unverzüglich wurden die Feuerwehren Teufen, Bühler, Gais sowie die erforderlichen Kräfte der Kantonspolizei aufgeboten. Die rund 60 Feuerwehrleute konnten den Brand rasch löschen, hingegen musste wegen der herrschenden Föhnlage der Wald mit Löschwasser bearbeitet werden. Aus Sicherheitsgründen schützte eine Brandwache bis zum Sonntagmorgen das Gebiet. Gemäss den derzeitigen Erkenntnissen wurde der Brand durch Kohlenreste ausgelöst. Die Ermittlungen und Abklärungen der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden sind im Gange. Um 5.49 Uhr musste die Feuerwehr zudem nochmals zu einer Feuerstelle auf der Fröhlichsegg in Teufen ausrücken. Sie war ungenügend gelöscht worden. (kapo/dwa)
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