Tagblatt Online, 18. Mai 2012 10:49:00
Schwunghafter Koks-Handel vom Hotelzimmer aus
In einschlägigen Bars wird mit Kokain gehandelt. (Bild: Archiv/Keystone)
RAPPERSWIL-JONA. Der Kantonspolizei St.Gallen ist es gelungen, einem 28-jährigen Mann aus Bosnien-Herzegowina einen regen Handel mit Kokain nachzuweisen. Zwischen März und November 2011 belieferte er über 30 Personen, diverse Bars und Clubs mit Kokain.
Der Kundenkreis des Mannes erstreckte sich laut einer Mitteilung der Kantonspolizei St.Gallen vom Kanton Glarus über die Region Zürichsee und vom St.Galler Oberland bis hin zum Churer Rheintal. Insgesamt verkaufte er rund 1,5 Kilo Kokain und erzielte damit einen Umsatz von über 100'000 Franken.Barbetreiberin als Schlüsselperson
Die Polizei kam dem Mann durch den Hinweis auf die Schliche, wonach eine 28-jährige, aus Spanien stammende Betreiberin einer Bar einen lukrativen Kokainhandel im St.Galler Oberland führe. Im Verlauf der Ermittlungen stiess die Polizei auf den 28-jährigen Mann aus Bosnien-Herzegowina, welcher sie regelmässig mit Kokain belieferte. So wurde gegen ihn ebenfalls ein Verfahren eingeleitet. Im Oktober 2011 konnte der 28-jährige Mann dann in Rapperswil mit seinem Personenwagen angehalten und festgenommen werden. Bei der Verhaftung trug er über 2000 Franken auf sich. Eine Durchsuchung seines Wagens durch Spezialisten des Grenzwachtkorps ergab, dass im Fahrzeug mehrere Gramm Kokain versteckt waren. Im Rahmen der Durchsuchung seines Hotelzimmers im Kanton Glarus konnte die Polizei rund 100 Gramm Streckmittel sowie 8500 Franken Bargeld sicherstellen.
Im Hotelzimmer gestreckt und abgepackt
Anlässlich der Einvernahmen gab der Beschuldigte zu, das Kokain im Hotelzimmer gestreckt, gewogen und abgepackt zu haben. Im Verlauf der Zeit machte er zudem ausführliche Angaben über seine Abnehmer. Die Bestellungen lieferte er mit seinem Auto jeweils persönlich an seine Kunden aus. Die Betäubungsmittel bezog er von einem im Kanton Zürich wohnhaften 34-jährigen Serben. Dieser wurde ebenfalls festgenommen.
Der Mann befindet sich mittlerweile im vorzeitigen Strafvollzug. Gegen die Bardame wird ein separates Verfahren geführt. Die Verfahrensleitung liegt bei der Staatsanwaltschaft St.Gallen. (kapo/dwa)
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Kommentare lesen
zombie1969 (19. Mai 2012, 11:55)
Diese...
Täter werden nach einer allfälligen Verurteilung bestimmt auch bald ausgewiesen... so etwa nach dem dreissigsten Delikt und nach 8 Jahren! Autoraser Amir B. lässt laut grüssen!
Beitrag kommentierenschwizer (18. Mai 2012, 12:46)
Tja...
...das heisst dann nach Verbuessung der Haftstrafe sofortige Ausschaffung fuer 1 Spanierin sowie 2 Serben! Jetzt muss die Polizei sich nur noch ein wenig mehr anstrengen bei ihren Untersuchungen und Nachforschungen, dann gehen naemlich noch mehr ins Netz! Na los, worauf wartet man denn noch?
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