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Tagblatt Online, 26. Mai 2012 20:31:00

Einbrecher? Nein, bloss Betrunkene

GOSSAU/WIL. In der Nacht auf Samstag wurde die Kantonspolizei wegen Einbrüchen in Gossau und Wil alarmiert. Die vermeintlichen Einbrecher jedoch entpuppten sich als Männer im Vollrausch auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen.

Der erste Alarm kam aus einem Mehrfamilienhaus an der Lerchenstrasse in Gossau. Mieter meldeten einen Einbrecher im Keller des Hauses. Die Polizei fand denn auch wirklich einen Mann im Keller. Eingebrochen war er jedoch nicht: Der 20-Jährige war so betrunken, dass er nicht mehr wusste, wo er sich befand. Er war in das offene Mehrfamilienhaus gegangen, drückte jede Klingel und legte sich schliesslich im Keller schlafen. Der Polizeieinsatz kostet ihn 80 Franken.

Kurz vor 5 Uhr ging ein weiterer Einbruchalarm ein. Der Anwohner eines Mehrfamilienhauses in Wil meldete, dass soeben eine Scheibe eingeschlagen worden sei. Mehrere Patrouillen rückten aus und entdeckten denn auch eine eingeschlagene Sitzplatztüre. Im Innern der Wohnung fanden sie jedoch keinen Einbrecher vor, sondern nur den torkelnden Mieter, der nicht erklären konnte, wie er in seine Wohnung gekommen war. Da er Verletzungen im Gesicht hatte, vermutet die Polizei, dass der Mann in seinem Rausch die Wohnungsschlüssel nicht mehr finden konnte und kurzerhand die Sitzplatztüre einschlug. (kapo/sg)


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