Ostschweiz: 09. Februar 2010, 09:55

Ostschweizer suchen am TV ihre grosse Liebe

Bauer Silvan (32) aus Bazenheid nimmt Sarina (l., 24) aus Flums und Sandra (24) aus Fankhaus mit auf seinen Hof. Bild: Daniel Rihs
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OSTSCHWEIZ. Heute Abend geht die Sendung «Bauer, ledig, sucht...» in die vierte Runde. Mit dabei sind auch Ostschweizer: zwei Bauern, sechs Frauen und Moderator Marco Fritsche.

DIANA BULA

Ab heute suchen zehn Bauern und eine Bäuerin auf dem Privatsender 3Plus ihr Liebesglück. Darunter befinden sich auch Silvan Holenstein (32) aus Bazenheid und Franz Huggler (48) aus Mettlen. Holenstein überzeugt mit seinem Aussehen und mit musikalischer Ader. Der «Mister Heubuuch 2006» hat es auch in den Bauernkalender 2010 geschafft, singt in einer A-Capella-Gruppe und steht einer Guggenmusik vor. Huggler hat den Rhythmus ebenfalls im Blut. Der Landwirt tanzt für sein Leben gern und spielt Posaune.

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Vom Tanzstudio auf den Hof?
Aus über 200 Bewerbungen konnten die beiden Ostschweizer Bauern ihre Favoritinnen wählen. Silvan Holenstein hat sich für Tierarztassistentin Sandra (24) aus Fankhaus und Sarina Senti (24) aus Flums entschieden. Die Ostschweizerin arbeitet als Bauzeichnerin, hat sich nebenbei zur Tanzlehrerin ausbilden lassen. Doch nicht nur Choreografien, auch Bauernhöfe sind Senti vertraut: Die Flumserin wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb auf. Funkt es zwischen der 24-Jährigen und Silvan Holenstein, würde sie ihre Tanzschuhe zwar nicht an den Nagel hängen, aber dennoch ihren Partner auf dem Hof unterstützen. «Ich bin ein häuslicher Typ», sagt sie. 

Irene (51) aus Lyss und Anita Arisi (53) aus Schmerikon haben es Franz Huggler angetan. Die Sachbearbeiterin aus dem Kanton St.Gallen treibt viel Sport: Fitness, Nordic Walking, Skifahren, wandern… «Mit meiner Ausdauer übertrumpfe ich manche 40-Jährige», sagt Arisi schmunzelnd und fügt hinzu: «Das käme mir bei der Arbeit auf dem Hof bestimmt zugute.» Einen weiteren Trumpf hat die Ostschweizerin im Ärmel: Sie fährt Traktor. «Meine Grosseltern führten einen landwirtschaftlichen Betrieb. Ich habe als Kind oft ausgeholfen und auch gelernt, eine solche Maschine zu steuern», sagt sie.

Misten oder Kälbchen tränken
Am Bildschirm werden auch Jessica Corrocher (20) aus Schönenberg und Nadine (20) aus Gossau zu sehen sein. Die beiden buhlen um denselben Mann: Um Bauer Markus (23) aus dem bernischen Schüpfen. «Meine Kinderliebe war ein Bauernsohn. Seither wünsche ich mir einen Landwirt an meiner Seite», erklärt Jessica Corrocher ihr Interesse an der Sendung. Die Chemielaborantin erhofft sich, dass es sich bei Bauer Markus um einen Mann handelt, «der anpacken kann und weiss, was es heisst, zu arbeiten». Ihr würde es nichts ausmachen, sogar beim Misten mithelfen zu müssen. «Am liebsten aber würde ich den Kälbchen zu Trinken geben», sagt sie.

Sandra (31) aus Gossau macht dem Berner Bauern Michael (32) aus Eriz schöne Augen, Monika Ackermann (43) aus St.Gallen will Landwirt Othmar (42) aus Ufhusen für sich gewinnen. «Mir geht es nicht um die Sendung, nicht um die Bauern, sondern um den Menschen Othmar», sagt die Ostschweizerin. Othmars ansprechende Erscheinung und dessen positive Ausstrahlung hätten sie dazu verleitet, sich für «Bauer, ledig, sucht…» zu bewerben.

Die Dreharbeiten sind beendet, die Aufnahmen im Kasten. Würde sich die die Kauffrau, die einen Wollladen führt und Haus- sowie Tierbetreuung anbietet, wieder für ein solches TV-Projekt hergeben? «Ich bin im Zwiespalt», sagt Monika Ackermann. Mit dem Kamerateam, den Leuten vom Sender und den anderen Kandidatinnen habe sie «eine gute Zeit» erlebt. «Aber mit älteren Bauern umzugehen, ist nicht ganz einfach.»

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