Die eine kam aus Italien nach St. Gallen, die andere ging von hier an die Kunstakademie nach Düsseldorf. Was die beiden fast gleichaltrigen Frauen verbindet, ist nicht nur ihr Beruf, sondern auch die Wahl ihrer Motive und die jeweils ganz besondere Technik der künstlerischen Darstellung. Gabriella Tundo und Lea Lenhart widmen sich – beide in einer äusserst entschleunigten, meditativ wirkenden Arbeitsweise – der Abbildung von Insekten, Schmetterlingen, Käfern.
Das Exemplar aus der Familie der Skarabäen (Blatthornkäfer) hat die Aufmerksamkeit gleich beider Künstlerinnen auf sich gezogen. Unabhängig voneinander wählten beide als Vorlage eine Chrysina, wovon es allein in einem bestimmten Ort in Guatemala fünfzehn verschiedene Arten geben soll. In der ägyptischen Mythologie gilt der Skarabäus als ein Symbol für Wiedergeburt und Fruchtbarkeit. Bei uns ist der Juwelenkäfer Chrysina mit den metallisch grün schimmernden Flügeln nicht beheimatet. Sein Hauptverbreitungsgebiet ist Mittel- und Südamerika. Zur gleichen Familie zählt aber der in unseren Breitengraden lebende Rosenkäfer Cetonia aurata, der ihm vom Aussehen sehr nahe kommt. Er hat seine Larven häufig im Kompost oder in Ameisenhaufen und sitzt im Sommer gerne auf Doldenblütlern.
Gabriella Tundo, Absolventin der Accademia di Belle Arti in Lecce für Grafik und Fotografie, malt ihre Insekten in der klassischen Ikonentechnik und bezeichnet den Malprozess wie die Ikone selbst, welche früher ausschliesslich der Darstellung von Heiligen zugeordnet war, als Ehrerbietung an die Schönheit der Kreatur. Jedes Lebewesen verdiene unseren Respekt und unsere Aufmerksamkeit, sagt Tundo; im ruhigen, konzentrierten Studium und der meditativ wirkenden Umsetzung ihrer Bildmotive entzieht sie sich jeglichem Hype, jeglicher (markt-)schreierischen künstlerischen Pseudo-Notwendigkeit. Der bekannte Ikonenmaler Rudi Jankovic bezeichnete die Präzision von Tundos Bildeern einmal als «äussersten Ausdruck von Spiritualität und Hingabe».
Für jede einzelne Bildtafel in der Grösse von circa 30 mal 40 Zentimeter benötigt die Künstlerin 50 bis 70 Arbeitsstunden. Mit verschiedenen Einzelausstellungen ist Gabriella Tundo immer wieder im öffentlichen Raum in Erscheinung getreten, zuletzt in der Galerie vor der Klostermauer.
In einer wesensverwandten Behutsamkeit nähert sich auch Lea Lenhart den Krabbeltieren. Während Tundos Ikonen aus sich selbst heraus strahlen, spielt Lenhart mit Licht und Schatten.
Bis zu 100 000 winzige Glasperlen reiht sie in ihren teilweise grossflächigen Werken in flirrend-zarten Farbnuancen an- und übereinander auf Fäden und spannt diese mehrschichtig in Holzrahmen. Ästhetik, filigrane Zerbrechlichkeit und ornamentale Symbolik verweben sich im Augenblick vollkommener Schönheit. Die Künstlerin «erfand» die Perlenbilder zu Beginn ihres Studiums der Malerei, welches sie mittlerweile abgeschlossen hat, als Nebenerwerbsquelle, nun sind sie bereits in zahlreichen Sammlungen vorhanden und immer wieder in Einzelausstellungen zu sehen. Die luftige Transparenz dieser Werke gleicht der Qualität eines hellen Frühlingsmorgens – und unserer Sehnsucht danach.
Brigitte Schmid-Gugler
Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!21:10
22:10
20:36
19:09
18:39
18:09
17:19
18:29
16:29
15:18
18:39
12:45
12:37
12:17
12:07
12:57
11:57
11:27
11:17
11:07
ST.GALLEN. Eine 25-jährige Deutsche hat am Freitagabend die Polizei gerufen, weil sie von ihrem 43-jährigen Freund aus der Türkei geschlagen worden ist.... »
ST. GALLEN. Ein Lastwagenfahrer ist beim Rückwärtsfahren auf der Stationsstrasse in ein Auto gefahren. Verletzt wurde niemand, es entstand Sachschaden.... »
ST. GALLEN. Am Donnerstagabend ist eine junge Frau mit einer Kopfverletzung ins Spital eingeliefert worden. Sie war von ihrem Lebenspartner mit einer Tischlampe angegriffen worden.... »
ST. GALLEN/TEUFEN. Eine betrunkene Frau ohne Führerschein ist mit ihrem Auto mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, fuhr sie davon. Die Polizei hielt die Frau in Teufen an.... »
ST.GALLEN. Am Donnerstagabend sind der Polizei zwei Autofahrer aufgefallen, die mit Alkohol im Blut hinter dem Steuer sassen. Beide mussten ihre Führerscheine auf der Stelle der Polizei aushändigen.... »
HERISAU. Rund 14'000 Franken Sachschaden entstand am Donnerstagabend bei einem Verkehrsunfall in Herisau. Verletzt wurde niemand.... »
MÜNCHEN. Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn zwischen Augsburg und München sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Am Unfall waren mehrere Dutzend Lastwagen und Autos betroffen.... »
ST.GALLEN. Am Donnerstagnachmittag sind im Rosenbergtunnel auf der Stadtautobahn SA1 in Fahrtrichtung St. Gallen-St. Margrethen insgesamt elf Autos verunfallt. Vier Personen wurden mit leichten Verletzungen im Rettungswagen ins Spital gebracht.... »
ST.GALLEN. In der Nacht auf Donnerstag musste die Stadtpolizei St.Gallen ein streitendes Ehepaar trennen. Der Mann muss für zehn Tage die Wohnung verlassen.... »
SCHOCHERSWIL. Nach einer Frontalkollision in Schocherswil ist am Donnerstag eine Autofahrerin ins Spital gebracht worden.... »
JONA. Am Mittwochmittag hat ein Motorradlenker in Jona auf der Bubikerstrasse einen Selbstunfall verursacht. Er stürzte. Der Rettungsdienst brachte den 45-Jährigen mit unbestimmten Verletzungen ins Spital.... »
SARGANSERLAND. Die Polizei hat bei einer interkantonalen Schwerverkehrskontrolle am Mittwoch insgesamt 80 Fahrzeuge kontrolliert.... »
HEERBRUGG. Am frühen Sonntagmorgen haben vier 19-Jährige einen Gleichaltrigen mit einem Fusskick und einem Faustschlag verletzt. Er musste einen Nasenbeinbruch und starke Augenprellungen im Spital behandeln lassen.... »