Timoschenko äusserte sich am Dienstag wie schon am Vortag nicht öffentlich zum Ausgang der Abstimmung. Die 49-Jährige hatte am Wahlabend lediglich mitgeteilt: «Wir werden um jede Stimme kämpfen.»
Wie die Zeitung «Ukrainska Prawda» unter Berufung auf Parteikreise berichtete, sagte Timoschenko bei dem Parteitreffen am Montag, sie werde «niemals die Rechtmässigkeit des Sieges von Janukowitsch bei solchen Wahlen» anerkennen.
Nach dem vorläufigen Endergebnis kam Janukowitsch, der 2004 noch eine schmachvolle Niederlage gegen die pro-westlichen Reformer erlitten hatte, am Sonntag auf 48,8 Prozent der Stimmen.
Timoschenko, die vor fünf Jahren eine Galionsfigur der Orangenen Revolution war, erhielt 45,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,15 Prozent.
Timoschenko steht unter Druck das Ergebnis anzuerkennen, nachdem westliche Wahlbeobachter den Urnengang als demokratisch und fair gelobt hatten.
Die Experten unter Leitung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) forderten die politischen Widersacher in Kiew zu einem friedlichen Machtwechsel auf.
Die OSZE werde den Nachgang der Präsidentschaftswahl jedoch noch über mehrere Wochen begleiten und allfällige Klagen prüfen. In rund zwei Monaten will die Organisation in einem Schlussbericht Empfehlungen für künftige Wahlen geben.
Russlands Präsident Dmitri Medwedew gratulierte inzwischen Janukowitsch telefonisch zu seinem Sieg und dem «Erfolg der Wahlkampagne». (sda/dpa/rtd)
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