Vor allem war nicht bekannt, ob der Mann tatsächlich seit dem verheerenden Beben vom 12. Januar unter dem Schutt begraben lag. Wie der US-Sender CNN berichtete, hielten Mediziner es aber für möglich, dass er so lange überlebt haben könnte. Der Mann habe angegeben, immer wieder mit Wasser versorgt worden zu sein.
Der stark ausgetrocknete und unterernährte Mann mache einen sehr verwirrten Eindruck und glaube zeitweise, noch immer unter den Trümmern zu liegen, hiess es.
Der Mann wurde am Montag zu einer von der Universitätsklinik Miami betriebenen Notfallstation in Port-au-Prince gebracht. Die Familienangehörigen, die ihn brachten, hätten angegeben, dass man ihn in den Trümmern eines bei dem Beben verschütteten Marktes gefunden habe, sagte Mike Connelly von der Universität Miami dem US-Sender.
Ob der Mann in seinem Trümmerverlies wirklich von aussen mit Wasser versorgt wurde, wie er es den Ärzten gesagt habe, liess sich nicht klären. Aber Zugang zu Wasser müsse er gehabt haben, so Connelly. Sonst hätte der Mann nicht überlebt.
Ein Mensch kann nur etwa drei Tage überleben, ohne zu trinken. Dann wird es kritisch. Die Gefahr zu verdursten, steigt dramatisch. Essen ist weniger wichtig - bis zu drei Wochen ohne Nahrung sind für gut Ernährte meist ungefährlich. (sda/dpa)
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