Tagblatt Online, 27. August 2012 11:11:00
Windows 8 soll Anwender nicht ausspionieren
Auch in Windows 8 lässt sich der SmartScreen-Filter abschalten. (Bild: zvg)
Im neuen Betriebssystem ist der SmartScreen-Filter standardmässig aktiviert, was zu Datenschutzproblemen führen könnte. Laut einem Sicherheitsexperten hat Microsoft einen Teil der Probleme gelöst.
Sicherheitsexperte Nadim Kobeissi warnte vergangene Woche davor, dass der Filter SmartScreen per Standardeinstellung in Windows 8 aktiviert ist. Die Funktion schickt Informationen über heruntergeladene Installationsdateien an Microsoft, um beispielsweise zu verhindern, dass Malware auf den Rechner gelangt. Kobeissi kritisierte unter anderem, Daten wie der Dateiname, die digitale Signatur und die IP-Adresse des Computers seien nur unzureichend vor dem Zugriff Unbefugter geschützt, was letztendlich die Idenfikation von Nutzern – nicht nur in demokratiefernen Ländern – erleichtern könnte.
In einer Stellungnahme gegenüber theregister.co.uk widersprach Microsoft der implizierten Vermutung, man lege etwa eine Sammlung von IP-Adressen an. Ausserdem betonten die Redmonder, die Daten nicht weiterzugeben und sie nicht für Werbezwecke einzusetzen. Ausserdem setze man nicht auf SSLv2 zur Verschlüsselung. Wie Kobeissi in einem Update seines Blogeintrags schreibt, unterstützten Server der Redmonder in der Tat nun nur noch SSLv3. Der Sicherheitsexperte gibt sich damit allerdings nicht zufrieden. «Microsoft, wenn Sie jemanden suchen, der auf schlimmste Art und Weise die Sicherheitsmechanismen des SmartScreen-Filters austrickst, bitte melden», schrieb er auf Twitter.
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